Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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nennt man den Feldhauptmann dieſer Horde. Dulde drum nicht, daß ein Haar angetaſtet werde auf dein Haupte des Biſchofs. Schau dorthin— fuhr ſie fort, auf die Bauern deu⸗ tend, welche nach und nach, wie das Kreuz an ihnen voruͤbergetragen ward, die Kniee beugten— merke auf das, was Du die Men⸗ ge thun ſiehſt, und Du wirſt begreifen, es ſey noch nicht Zeit, ſich Alles zu geſtatten, was man kann, und zu dem ſich wohl ſpaͤter eine gelegnere Stunde trifft. Schon ſtrecken drin⸗ nen in der Burg die Knechte die Hand aus nach den Riegeln des Thores, um es aufzuthun vor Dir und den freigewordenen Bruͤdern, ſo Du aber des Volkes Wahn verletzeſt in ſeinem Götzen, wird Zemboein Dir verſchloſſen bleiben fur immerdar, und die hier ſich andächtig neigen, werden Dich, gleich einem Ausſaͤtzigen flichen.— Olgierd erkannte ſehr wohl die Weisheit dieſes Rathſchlags, doch fuͤgte er ſich ihm nur mit Widerwillen, denn wie ſeine Gefährten die Habſucht, trieb ihn der Ehrgeiz und die Rach⸗ gier. Es lag nicht in ſeiner Art, mit Worten irgend eine Ueberzeugung einzugeſtehen, am wenigſten der Mutter, deren gebietendes Weſen