Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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vernehmen, ſind die freien Maͤnner des Gebirgs herabgeſtiegen in die Ebene. Meinet Ihr?— wandte Hlgierd ein— vielleicht mein' auch ich es, ich will indeß zuvor den Inhalt ihrer Sendung anhoͤren und dann beſchließen, was geſchehen ſoll, und was nicht.— Der karpa⸗ thiſche Haͤuptling warf einen finſtern Blick auf den, der ſo gebieteriſch zu ihm ſprach, und ertraͤnkte den aufſteigenden Verdruß in einem tuͤchtigen Zuge aus dem Pokal.

Und wie der Zug naͤher heran kam, ſtan⸗ den nach und nach die Leibeigenen auf vom Boden und entbloͤßten ihre Haͤupter, denn die Paniere, die man geſehen, waren Kirchen⸗ fahnen, zu beiden Seiten des Kreuzes getragen, und ein Meßner ſchwang das Glbiktelt, deſſen Laut zu ihren Ohren drang.

Olga aber wendete ſich zu ihrem Sohne und raunte ihm zu: Es ſind Prieſter, welche heran kommen, und, ſo mich mein Auge nicht truͤgt, ſchreitet an ihrer Spitze der Biſchof von Krakow.— Er ſey willkom⸗ men!— rief Jener, indem er den Becher, den er bisher achtlos und ungebraucht in der Hand gehalten, auf die Breter ſtampfte, wel⸗