Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 265—

Ich ſcheide von Euch, ehrbare und gottergebene Frauen, denn alſo ſpricht der Geiſt in mir, den dieſer Jungfrau Rede erweckt. Thut das Eurige, alter Kriegsmann, ich verlaſſe das Haus, der Obhut eines treuen Dieners vertraut, und auch, wenn ich uͤber ſeine Schwelle geſchrit⸗ ten, wird es nicht aller frommen Bewohner baar ſeyn noch thätiger Furbitter bei Gott, denn— — hier zeigte er auf Agnes, Malgorzata und Ilga— denn des alten Freundes Schmer⸗ zenslager umſtehen drei ſeiner Engel, der Glaube, die Liebe und die Hoffnung. So geh ich denn an mein Werk und ſollte heute noch an mir ſich bewähren, was vielleicht dieſer Verlobten des Heilands offenbart worden in einem Geſichte von Oben, ſo geſchehe mir, wie der Wille des Ewigen gebeut!— Seg⸗ nend breitete er ſeine Haͤnde aus uͤber die knieenden Weinenden und ſchritt dann gemeſſe⸗ nen Ganges hinweg mit der Miene der Freu⸗ digkeit und leuchtendem Auge.

Als er hernieder geſtiegen war in den Schloßhof, fuͤhrte einer der Diener ihm ſein Saumroß vor; er wies es indeß durch einen Wink zuruͤck und ging davon, uͤber die Zug⸗