Schloßes, Boleslaw wohnte ihnen bei, wie immer, doch nicht immer blieb er gleichgiltig gegen den ſtummen Schmerz Eudorens, und auf welche Weiſe er ſie auch getroſtet, kurz, bald vertrockneten die Thraͤnen im Auge der Griechin, und das liebliche Lächeln der Freude und Zaͤrtlichkeit kehrte auf ihre Wangen zu⸗ ruͤck. Immer guͤnſtiger wurden die Ehrfurcht⸗ bezeigungen des Fuͤrſten von Kijow aufgenom⸗ men, immer hoͤher ſtieg der Strator Leontios in der koͤniglichen Gunſt. Der Schwerttraͤger bemerkte alles und ſeine Seele erfuͤllte Betruͤb⸗ niß, denn er ſah die Gefahr um ſich wachſen, waͤhrend immer bangere Ahnung ihn bei der
Erinnerung an das Vaterland ergriff. Waͤre
er ein Hoͤfling geweſen, haͤtte er die Veraͤnder⸗ ung in des einſt ſo untadeligen Boleslaw Sinnesart genugſam erkannt, ſo wuͤrde er die unlautere Abſicht errathen haben, mit welcher derſelbe den Ritter von Skalmierz entfernte, da er gerade im Begriff ſtand, den Zug nach Polen anzutreten; haͤtte ſeine Sittenlehre ihm geſtattet, guten Zweck durch verwerfliche Mittel zu verfolgen, er haͤtte um dieſen Zug zu be⸗ ſchleunigen, Frau Chriſtinens erwaͤhnt. Zwar IMI. 16


