Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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da die Eigenthuͤmlichkeit der Volker weder in Sitte noch Bildung ſo in einander geſchmolzen war, den Sohn des Czech zu erkennen an ſeiner gerin⸗ gern Behendigkeit und dem verſteckt liſtigen Aus⸗ druck ſeiner Zuͤge, den kraͤftig gebauten, gemeſ⸗ ſen ſich geberdenden Ungar, den Sproͤßling des Lech, den ſchlanken Sauromaten mit gelbem Haar, hoher Stirn, karg an Worten, raſch in That, mit mißtrauiſchem Blicke und hochfah⸗ render Geberde, den dunkelfarbigern Enkel des Rus, mit geſchmeidigen Gliedern, gleich kuͤhn und gewandt in hitzigem Angriff und ſcheinba⸗ rer Flucht, den klug dreinſchauenden Bulgaren, der durch die Kunſt die geringe Körperkraft zu erſetzen verſtand, und den Illyrier endlich, der dem Welſchen und Griechen gleich nah ver⸗ wandt, noch weniger ſtark als jener, am ge⸗ uͤbteſten war in der Fuͤhrung des Meſſers, und dem unbeholfenen Gegner bald die unver⸗ theidigte Seite abgewann. So unterſchiedener Länder verlorene Soͤhne hatten begangene Miſ⸗ ſethat und das Streben, ſie zu wiederholen, Zuͤgelloſigkeit und Habſucht in dem Grenzge⸗ birge verſammelt, in deſſen Schluͤnden die Stimme des Geſetzes gänzlich verhallte, welche