Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ſchen, es beduͤrfe ernſtlicher Maßregeln, und dringende Vorſtellungen wurden nach der Haupt⸗ ſtadt Krakow geſandt. Doch der Koͤnig war fern mit der Bluͤthe des Adels und dem beßten Theile des Heeres, im entlegenen Gniezno wohnte Ralencz der Statthalter, mehr mit Ent⸗ wuͤrfen des eigenen Ehrgeizes fur ſich und ſein Geſchlecht beſchaͤftigt, als mit dem ihm anver⸗ trauten Wohle des Reiches; kuhl und verdroſ⸗ ſen wurden ſeine ſpaͤt anlangenden Verordnun⸗ gen aufgenommen, denn der Stolz der Weni⸗ gen, welche daheim waren von der Ritterſchaft, unterwarf ſich ungern dem gehaßten Prieſter. Die Landeigenthuͤmer jenſeit der Weichſel, oder vielmehr ihre zuruͤckgelaſſenen Hausfrauen, blie⸗ ben ziemlich gleichgiltig fur die entfernte Ge⸗ fahr, und ſo ließ man, wie es denn immer zu geſchehen pflegt, wo die Glieder, des Hauptes ermangelnd, uneins unter ſich ſelbſt wirken, die Wolken ſich ſammeln, die ſich bald entla⸗ den ſollten in verderblichem Strahl, und be⸗ ſchleunigte das Herannahen des Ungewitters durch unzweckmaͤßige, oder durch Greiſe und Weiber uͤbel ausgefuͤhrte Maaßregeln. Selte⸗ ner als biöher ſtiegen die Leute des Berges in