Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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tern der Verdächtigen, die Kerker der Burgen 1 fuͤllten ſich mit gefangenen Leibeigenen, und die ausuͤbende Gewalt verſuchte der drohenden Gefahr vorzubeugen nach der Weiſe damaliger Zeit, durch Foltern nemlich und Hinrichtungen. Doch gelang es derſelben nicht, ihren vornehm⸗ ſten Zweck zu erreichen; die Wohnſtätte der Gebirgmaͤnner blieb unbekannt, und unbekannt der Weg, auf welchem man zu ihr gelange, niemals hatte man Einen von ihnen lebend gefangen, die Eingekerkerten beharrten einmuͤ⸗ thig bei der Ausſage, erſt in der Ebene ſeien ſie zu den Anruͤckenden geſtoßen, und nie habe ihr Fuß das innere Gebirge betreten; und ſo traf die Keule des Henkers den Schaͤdel der Bezuͤchtigten, ohne daß ihr Mund ausgeſpro⸗ chen haͤtte, was zu wiſſen immer nothwendiger ward. Bewußtſein des Unrechts und Furcht vor der Strafe geſellten ſich zum alten Miß⸗ muth des eigenen Landmanns; in kurzer Zeit befanden ſich beinahe alle Doͤrfer der Vorberge im Stande des Aufruhrs, und wenn die raͤ⸗ . chende Hand des Geſetzes Eines derſelben traf, verſtärkten die fliehenden Bewohner die gleich⸗ geſinnten Nachbarn. Da begann man einzu⸗