Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 64—

haufen, Fuͤrſtenkronen und Jegliches, was ein jugendlich ehrgeiziges Gemuͤth reizen kann.—

Wirklich ließ dieſe Weiſung die letzten Schat⸗ ten des Zweifels in Leontios Seele verſchwin⸗ den; im weitern Laufe des Geſpraches horchte er aufmerkſam den Worten der klugen Frau, und vertrug ſelbſt ohne anſcheinendes Mißbe⸗ hagen die gebieteriſche Weiſe, in welcher ſie zu ihm redete.

Manches ward noch verabredet, oder viel⸗ mehr dem byzantiniſchen Abgeſandten anbefoh⸗ len von dem wunderlichen Haupt einer uner⸗ meßlichen Unternehmung, und Sophronia war im Begriffe zu ſcheiden, als Serapion, der Diener, mit allen Merkmalen des Schrek⸗ kens eintrat. Herr,— ſprach er mit ſtocken⸗ der Stimme— draußen ſtehet ein Bote des ſauromatiſchen Koͤniges, und er bringt Euch das Geheiß, ſtracks vor dem Angeſicht des Ge⸗ bieters zu erſcheinen.—

Einen verſtohlenen Blick wechſelten die Bei⸗ den, Sophronia aber nahte mit tiefer demuͤthi⸗ ger Verbeugung dem Strator, und ſagte in der verderbten Mundart des nordlichen Graͤzi⸗ ens: So geruhet denn, edelſter Herr Groß⸗