Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Erſchreckt und unzufrieden mit ſich ſelbſt und ſeiner unzeitigen Drohung, legte Leontios die Hand an die erbleichende Stirn, und ſagte zögernd: Haltet der Verwirrung, in die Euer Bericht mich geſetzt, ein unbedachtes Wort zu gute. Ich ſehe, die Zukunft allein kann mich vollig vertraut machen mit Euren Entwuͤrfen; möge ſie das Gute bringen durch die Fuͤrbitte aller Heiligen und Martyrer der einzig wahren morgenlaͤndiſchen Kirche.—

Ihr ſprechet wahr,— lautete die Antwort der Griechin— die Zeit iſt es, die das Große auferzieht, doch iſt ſie fluͤchtig fuͤr Den, wel⸗ cher entſchloſſen iſt, ihr alles abzugewinnen, was ſie bietet. Drum noch Weniges nur— Nicht mehr iſt meines Bleibens in Kijow, ich habe daſelbſt vollfuͤhrt, was ich wollte, und lege das Uebrige in Eure Hand und in die meiner Muͤndel. Doch mit mir verſchwinde auch meines Daſeins Gedächtniß. Nie, horet Ihr, niemals erwähnet in dieſen Mauern der Tochter des Palamon; es binden ſich Erinner⸗ ungen an ihren Namen, die Euch Gefahr brin⸗ gen könnten. Einſt, ſo hoffe ich, werd' ich wieder erſcheinen; dann iſt es Zeit, an den Lohn