Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ter, ließ er den Zuͤgel nicht fahren, den die Vorfahren um die zahlloſen Haͤupter des Un⸗ gethuͤms geſchlungen, das man Volk nennt. Doch legte das Geſchick eine bedenkliche Zugabe zu jenem Vermaͤchtniß, oder ſteigerte es zum gefahrbringenden Uebermaß. Die Tapferkeit der Ahnen ward in ihm zur Vermeſſenheit; was bei ihnen als geziemende Behauptung der Wuͤrde und des Rechtes ſchien, hat ſich im Enkel zur Herrſchſucht geſtaltet, und die Gerechtigkeit na⸗ hete ſich der Haͤrte. Doch die Naͤhe des ge⸗ fuͤrchteten Gebieters erſtickte das leiſe beginnen⸗ de Murren, und das Andenken an die alten Koͤnige verhuͤllte vor den Augen der Menge manch dunkeln Flecken des jetzigen. Als aber mit den Jahren der Manneskraft auch der Un⸗ geſtuͤm des Begehrens eintrat, als er ihn vom Richterſtuhl hinweglockte in weit entlegene Fer⸗ ne, da hob die Unzufriedenheit allmählig und leiſe ihr Haupt, und den geheiligten Namen des Koͤnigs verſchonend, nannte ſie anklagend ſeinen Statthalter, den man Metropolit zu Gniezno ſchilt, einen ränkeſuͤchtigen Greis. Immer jedoch ſchauen die Sauromaten mit Furcht und mit Liebe auf den Sproͤßling ihres II. 4