Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Gruͤnde ob, kann Euch gleichviel gelten. Ge⸗ nug, eine Verbuͤndete ſteht vor Euch, Eine, die nicht zu verachten iſt, trotz ihres Standes und Geſchlechts.—

So ſehr auch die den Frauen angeborene Milde ſie von gewiſſen Geſchaͤften der Maͤnner entfernt— ſagte der Botſchafter mit zweideu⸗ tigem Lächeln— ſo iſt es doch gewiß, daß, ſobald irgend eine Leidenſchaft, wie Ihr ſie eben genannt, wuͤrdige Matrone, ihr zartes Gemuͤth in lobenswerthe Bewegung ſetzt, dieſelben es uns oftmals gleich thun in Thatkraft und Be⸗ harrlichkeit, ja, daß ſie uns ſogar darin uͤber⸗ treffen. Doch, wenn ich nicht irre, iſt, was Ihr mir mittheilen wollet, von eben ſo viel Umfang als Bedeutungz es gefalle Euch alſo, Platz zu nehmen in dem Gemache Eures auf⸗ richtigen Freundes und geneigten Dieners.— Damit bot der ſtolze Beamte des Auguſtus der anſcheinenden Buͤrgerin von Kijow einen Seſſelz ſie ließ ſich nieder auf denſelben, rich⸗ tete eine Zeitlang die dunkeln brennenden Au⸗ gen mit einer Art ſpöttelnder Selbſtgenugſam⸗ keit auf ihren wißbegierigen Wirth und ſprach dann nachläßig: Von Belang iſt allerdings,

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