Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Er naͤherte ſich im Gehen, vieleicht mehr als es gerade unumgaͤnglich noͤthig war, den beiden Frauen, und als er nur um weniges von ihnen entfernt war, erhoben ſie ſich, und begruͤßten ihn ehrfurchtvoll, die Eine mit dem Anſtande einer weltkundigen Matrone, die An⸗ dere mit anmuthig⸗blöͤdem Neigen des Ober⸗ leibes. Stehen bleibend fragte Boleslaw: Ihr ſeid fremd hier, wie es ſcheinet; kennt Ihr mich, achtbare Frauen? Die Aeltere erwie⸗ derte: Bedarf es auch des Mantels und der Krone, um den Koͤnig zu erkennen, den Herr⸗ ſcher unter Allen, die ihm dienen? So wohlgeſetzt dieſer Beſcheid ſein mochte und ſchmei⸗ chelhaft, beſonders in dieſer Umgebung, war es doch, als befriedige er den Koͤnig nicht, denn er fuhr fort, gegen die Zweite gewendet: Und Ihr, liebreizende Jungfrau? Hoch erroͤthend, doch mit vernehmlicher Stimme entgegnete die⸗ ſe: Laͤngſt ſchon, auf den Inſeln des Archi⸗ pelagus wuͤnſcht' ich einen Helden zu ſehn; dort aber ſind heut nur noch die Steinbilder der Heroen zu finden aus uralter Zeit, und gern hab' ich ſie betrachtet. So mir nun Ei⸗ ner derſelben in Lebensfuͤlle und Kraft begeg⸗