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12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Anweſende zuͤrnte der rauhen Jaͤnnerluft, die dem zarten unbedeckten Hals und Nacken eine ſanfte Röthe angehaucht hatte, ſo daß ſie un⸗ ter den Diamanten des Halsbandes erſchienen, wie die Blaͤtter einer Roſe, auf welcher Thau⸗ tropfen ſich ſchaukeln. Das edel und doch bei⸗ nahe kindlich anmuthig geformte Antlitz war, obſchon vielleicht gewoͤhnlich nur wenig gefarbt, jetzt ebenfalls in Purpur getaucht, und gewaͤhrte, zuſammengeſtellt mit dem beinahe völlig ausge⸗ bildeten Wuchſe, das Bild einer jugendlichen Hebe, oder vielmehr einer Jungfrau aus den mittagigen Gegenden Europa's, wo die raſch wirkende Natur wie Alles, auch den Maͤdchen⸗ reiz fruhzeitig entfaltet. Ihr großes Auge war nicht dem ihrer Begleiterin gleich, unaufhoͤrlich auf ihre Betkuͤgelchen geſenkt, ſie ſchaute mit⸗ unter verſtohlen um ſich her, und der blodſchalk⸗ hafte Ausdruck ihres Blickes deutete ein wenig auf das Behagen, welches ihr die Aufmerkſam⸗ keit der Naͤherſtehenden gewaͤhrte..

Die Feierlichkeit war beendet, die Popen, an ihrer Spitze der Metropolit, reihten ſich zur Heimkehr in feierlicher Prozeſſion, die Andaͤch⸗ tigen und die Zuſchauer waren im Begriſſ,