Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Volks der Schimmer ſeiner Wuͤrde, ſo ſehr er ihn auch durch die wiedererworbenen Reichthuͤ⸗ mer zu erhoͤhen ſtrebte, verdunkelt ward durch den Glanz der Koͤnigkrone, und nicht ſelten begegnete er in den Geſichtszuͤgen ſeiner Unter⸗ thanen einem Mitleiden, das von Verachtung nicht weit entfernt war, oder Blicken, die ihn zu fragen ſchienen, wie er es denn ertruͤge, in der Burg ſeiner Ahnen, in dem Bereich ſeines Erbes fuͤr nichts zu gelten, als fuͤr eines fremden Gewalthabers Vogt und den demuͤthigen Knecht ſeiner Laune. Er berieth ſich oft insgeheim mit ſeinen Söhnen, mit den angeſehenſten Ruſſen, ſelbſt mit dem Abgeſandten des Cäſar Auguſtus. Auf Mieczyslaw aber, den Aelte⸗ ſten der Prinzen, welcher aus Italien zuruͤck⸗ gekommen, hatte Gregor des Siebenten kräftig Wort und Thun tiefen Eindruck gemacht; ſein Sinn wendete ſich dem römiſchen Glauben zu, und er war eher geneigt, die Bemuͤhungen Bo⸗ leblaw's zu Gunſten deſſelben zu unterſtutzen,

als ſeine Entfernung zu wuͤnſchen. Seine,

Bruͤder, junge Männer von geringen Geiſtes⸗ gaben, begnuͤgten ſich, uͤber das aufgelegte Joch zu murren, um es mit moglichſter Verdroſſen⸗