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12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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beſchraͤnkte; griechiſchen Prunk und Schwelge⸗ rei verſchmaͤhend, blieb er in Nahrung und an⸗ derer Lebensweiſe der einfachen Sitte ſeines Landes getreu; wenn er in den Straßen der Hauptſtadt erſchien, war ſeine Miene und ſein Anſtand die eines ſtrengen Herrſchers; ſelbſt jene Ausbruche munterer Laune, denen er ſich ſonſt nicht ungern uͤberließ, wurden ſeltener, und es ſchien, als fuͤhle er die Nothwendigkeit vollig, umgeben von ihm wenig geneigten Ue⸗ berwundenen, die Majeſtäͤt der königlichen Wuͤr⸗

de, und in den Augen der Schismatiker den

Ernſt zu behaupten, der dem Vertheidiger des chriſtkatholiſchen Glaubens gezieme. Häufig je⸗ doch ritt er hinaus auf Jagd und Fiſchfang, und nicht ſelten durchſtrich er das Land, Recht und Gerechtigkeit zu handhaben, oder die feſten Schloͤſſer und ihre Beſatzungen heimzuſuchen, ſich uͤberall als der wahre Herrſcher erweiſend, Aind als ein Solcher, der es ſein wolle im zen Sinne des Worts.

Fuͤrſt Izaslaw fuͤhlte, er ſei durch die An⸗ weſenheit des oberſten Lehnsherrn zum Range des Erſten ſeiner Dienern herabgeſetztz ihm ent⸗ ging es nicht, daß ſelbſt in den Augen des