Gold, den Andern der Rebenſaft, den Dritten einer Dirne lieblich Antlitz, und auch unter uns mag Mancher ſich finden, der ſolchen Preis gern dahin nimmt neben dem Ruhm. Und wie kann, — fragte der Großfuͤrſt— wenn auch der Keim der Luſt in ihm verborgen läge, Den man bis⸗ her unſtraͤflich genannt in dieſem Punkt, wie kann er entwickelt uns Frucht tragen?— Jeglicher Menſch— belehrte ihn die Lebens⸗ weisheit des Byzantiners— jeglicher Menſch hat ſeine ſchwache Seite; wer ihn auf dieſer angreift, wird ſein Herr, ſei er Monarch oder Leibeigener, und ich meine, die Eures Verbuͤn⸗ deten entdeckt zu haben. Fuͤhret dieſen Herku⸗ les einer Omphale zu, und er wird die Lö⸗ wenhaut ablegen, an ihrem Rocken ſpinnenz zeigt ihm eine Dejaneira, und arglos wird er das todtende Kleid, mit Reſſus Blut beſprengt, an⸗ thun; bettet den Simſon in der Delila Schooß, und wie ſein Haupthaar unter ihrer Scheere, wird ſeine Kraft fallen. Dann habt Ihr ge⸗ wonnen, mein edelſter Protoſebaſt; die Kraft dieſes Koͤniges ruhet in der Scheu und An⸗ haͤnglichkeit der Seinen, die ihn lieben und fuͤrchten zugleich, der im Auslande das Schwert
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11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
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