Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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gebaut worden, am Hofe zumal, der eigentli⸗ chen Schule der Phyſiognomik, wo ein Jegli⸗ cher mehr oder minder Schuͤler oder Meiſter dieſer heilſamen Kunſt zu ſein pflegt den Gebieter ausgenommen Doch, da Ihr ſo wenig Vertrauen in ſie ſelbſt oder in meine ei gene Gabe ſetzet, nun ſo mögen deutlichere Wahr⸗ nehmungen dafuͤr buͤrgen. Mir entging nicht, was in jenem Schloſſe ſich zugetragen zwiſchen dem Koͤnig und Einer der ſchonen Frauen, die es bewohnten; manchen Blick, manch Fliſtern hab' ich erlauſcht, und noch Mehres, das ſchwerlich, wäre es ihm kund, den abweſenden Gemahl erfreuen wuͤrde, noch den frommen Biſchof der Hauptſtadt. Erinnert Ihr Euch

des Kriegers, der, als das Heer Euer Gebiet

betreten, zu Mord und Pluͤnderung auch ge⸗

waltſame Entfuͤhrung geſellte? Er ward vor

den Koͤnig gefuͤhrt, und der ſtrenge Richter ſprach ihm das Todesurtheil. Doch noch heut ficht derſelbe unter ſeinen Fahnen. Im Kreiſe der Vertrauteſten ſprach Boleslaos: Laſſet ihn immerhin, denn er iſt ein wackerer Kriegsmann, und es iſt billig, daß ſolcher etwas habe fuͤr ſeine Muͤh' und Arbeit. Den Einen reizt das