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und ins Geheim verſuchteſt, ihn abzuziehen vom einzig richtigen Wege zum Heil?— Da ſprach ſie mit klagender Stimme: Gern hätte ich mein Einziges auf Erden den Pfad wandeln ſehen, der mir der beßte duͤnkt nach der ſchwa⸗ chen Einſicht des Weibes, doch mag ich dem widerſtreben, was Ihr verordnet? Auch Ihr habt ja ein Recht an dem Juͤnglinge und ein doppeltes. Das Erſte brauch ich Euch nicht zu nennen, außerdem ſeid Ihr aber auch ſein Grundherr und moͤget nach Belieben uͤber den Eigenen verfuͤgen.— Eine Zeitlang ſchweiften des Edelmannes Augen umher, dann heftete er ſie plotzlich auf das Weib und fragte raſch: Wie find' ich Dich heut ſo anders als ſonſt? Ich kenne Dich, Olga; bereitwillig nimmt Dein Aeußeres die Farbe an, die Du ihm zu geben fuͤr gut findeſt; wohl eher ſah ich Dich ſanft und beſcheiden, aber nur allzubald trat Dein Inneres aus der taͤuſchenden Huͤlle hervor— bald und dennoch zu ſpaͤt fuͤr mich! Iſt dem jetzt wieder ſo, und bereitet ſich Dein tuͤckiſcher Sinn abermal auf Ausbruͤche vor, wie ich ſie in langem Zeitraum oft erfahren?— Mit den Jahren— erwiederte ſie— iſt die Kraft des


