Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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auch ich Dir gelobt, als Du noch ein Knabe warſt, frohlich, ergeben und ſchuldlos.—

Halb ſich zu dem Sprechenden kehrend, antwortete Olgierd mit dumpfer Stimme: Ich danke Euch fuͤr dieſen Euren Wunſch, mein gnaͤdiger, gebietender Herr, und er wird, hofſe ich, erfullt werden, waͤre es auch nur, damit ich vergelten könne, was Ihr an mir gethan. Wenn es aber dahin kommt, werdet Ihr mit der Hilfe der Heiligen erkennen, daß ich nicht unwerth bin, den Namen eines Freien zu fuͤh⸗ ren, ſollte ich auch noch länger das Joch der Knechtſchaft tragen, als es bereits geſche⸗ hen.—

Des Kaſelluns Stirn hatte ſich erheitert, als er des Schwertträgers freundlich ernſte Re⸗ de gehoͤrt; er reichte ſeit langer Zeit zum er⸗ ſten Male ihm die Hand, uͤber welche ſich die⸗ ſer ehrerbietig neigte, er nahm mit Mißfallen den duͤſtern Blick wahr, der des Leibeigenen zweideutige Antwort begleitete, und begann in großer Bewegung: Wayrlich, nichts Gutes iſt es, das in dieſem wohnet, und ſeine Nähe bringt kein Heil. Drum hinweg mit ihm aus dieſen Mauern; Euch üͤbergeb' ich den Ver⸗ wahrloſeten, hochwuͤrdiger Herr von Krakow,