Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ten. Ehe wir aber Beſcheid thun auf den Va⸗ lettrunk, den eben ſein wackerer Major domus bereitet, ſei es uns vergonnt, ein Geringes vor⸗ zunehmen, das zu den Pflichten gehort, die des Konigs Gnaden uns uͤbertragen. Es befindet ein Uebelthaͤter ſich in Eurem Schloſſe, Herr Kaſtellan, deſſen Verbrechen vor unſern hoch⸗ ſten Richterſtuhl gehort.— Dem Primas ſtarr ins Auge ſehend, auf dem ein zweideutig, nicht heilverkuͤndendes Laͤcheln zu finden war, fiel Nikolaus Strzemieniec ein: Der Leibeigene, den Ihr meinet, hat das Wort der Gnade aus Herrn Boleslaw's Munde gehort, und er iſt dem Gericht des Landvogts uͤbergeben, welches vielleicht Euch entgangen, Herr Erzbiſchof.— Allerdings— entgegnete dieſer— iſt er der verdienten Todesſtrafe ledig worden durch er⸗ waͤhnten Ausſpruch koniglicher Huld; doch mag ihn derſelbe nicht befreien von langem Gewahr⸗ ſam und ſonſtiger Zuͤchtigung, wie unfehlbar auch Eure Meinung iſt, damit er Andern zum Beiſpiel diene, dergleichen gar wohl noth thut in ſo arger Zeit.— Der Biſchof ſprach dar⸗ auf: Was die Zeit betrifft, kann ich ſie lei⸗ der ſo wenig loben als Ihr— auch mag ein