Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Wirthin.— Meine Schnur— ſiel Severin ein— ſpricht wie ſie thut, denn ſie iſt die Krone polniſcher Frauen. Moͤchte doch— fuhr er nach einigem Sinnen fort— möchte doch die Tugend des Weibes ſtets den eigenen Lohn finden, deſſen ſie begehrt, in des Man⸗ nes Dankbarkeit und Treue. Dem iſt aber leider nicht immer ſo; oftmal wird die duften— de Lilie geknickt vom Sturmwind und darauf von achtloſem Fuße zertreten, waͤhrend der ſtarre Strauch der gluhenden Diſtel ungebeugt bleibt und ihre Stacheln die Ferſe verwunden; doch hat die junge Frau auf Burg Zemboein einen Verfechter in dem grauköpfigen Schwaͤher, der es nicht dulden wird, daß ihr Unglimpf geſche⸗ he, waͤre es ſelbſt vom eigenen Sohne. Denn das, ehrwuͤrdige Herren und wackre Edelleute, betrifft das Reich nicht, ſondern allein mein Haus, in welchem ich Herr und Richter bin, ſo lange ich lebe, und nicht zum Andernmal ſoll——

Verduͤſtert durch die unfreundliche Rede, zog Nikolaus die Rechte aus Malgorzata's umfaſ⸗ ſenden Haͤnden, und die unzeitige Vermahnung wuͤrde vielleicht das Gluͤck der Verbindung ge⸗