derum empor aus Deiner Niedrigkeit. Sieh, Mutter, ich haſſe das Gold und den Purpur, ich verabſcheue Den, welchen ſie bekleiden, doch ihn kann ich nicht haſſen. Gern moͤchte ich ihm das Leben weihen, das er mir theuer er⸗ kauft, erkauft mit ſchwerer Bitte, gerichtet an ſeinen uͤbermuͤthigen Schutzherrnz wahrlich, kein Kleines fuͤr ein furſtlich Gemuͤth. Du biſt, glaub' ich, geboren in Fuͤrſt Jzaslaw's Landen, Mutter; auch Dein Sohn iſt ihm unterthan; ſende mich drum hinaus zu dem Einzigen, den ich meinen Herrn nennen mag auf der Welt, daß ich meine Schuld abtrage, denn auch ihm
will ich nicht umſonſt verpflichtet ſeyn.—
Olga hatte ſich waͤhrend dieſer Worte ſeit⸗ waͤrts gewendet, ſie hielt die Haͤnde vor das geſenkte Antlitz und es war, als habe eine maͤch⸗ tige Bewegung ihr ſteinernes Herz ergriffen, und ein leichtes Zittern die ſproͤden Glieder.
Olgierd fuhr fort: Eines Fremden bedurfte es; nur der Bedraͤngte mochte Theil nehmen am Bedrängten; hier kennt man das Mitleid nicht, und verlacht wird das Recht des zur Un⸗ terdruͤckung Gebornen. Jener Severin, der ſtrenge Gebieter dieſes Schloſſes, ſo gerunzelt


