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Mutter,— ſprach Olgierd im leiſen Tone der Ermattung,— ich fuͤhle mich betaubt, und mein Geiſt iſt unfähig Deine verworrene Rede zu deuten. Auch taugt es wohl nicht, auf das Gute zu blicken, was doch fern und ungewiß iſt, denn das Schlimme iſt nah und ſicher.— Nur dem freien Mann— fuhr Olga fort— nur dem freien Mann frommt es zu wiſſen, was ihm obliegt. Zeige man die Beute dem Wolfe, der in die Grube gefallen, und er wird ſich das Hirn einſtoßen an dem Gemäuer ſei⸗ nes Kerkers in ohnmaͤchtiger Wuth.— Mey⸗
neſt Du?— fiel der Gefangene mit halbem
Lächeln ein— Wahrlich, ich fuͤhle ſo etwas. Was ſoll mir auch noch das Gaukelſpiel der Hoffnung, da ſich mir dieſe Thuͤr doch wohl nur offnet zum Wege nach dem blutigen An⸗ ger. Dem iſt ſo, nicht wahr, Mutter? Der Koͤnig hat wohl gewußt, weſſen Gnade er den Miſſethäter uͤbergeben, und leichtlich konnte er in ſcheinbarer Milde den Bitten des Ruſſen genuͤgen. Nimmer entlaͤßt Nikolaus mich le⸗ bend; er ahnet den Todfeind in mir, denn wie die Liebe, die ich nicht kenne, thun ſoll, ſpricht auch der Haß, den ich beſſer erkannt, ſich aus


