Teil eines Werkes 
11. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 2. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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weilen zuruckſchauend nach dem Schloß mit anmuthigem Kopfneigen und dankender Hand⸗ bewegung; denn aus einem Erkerfenſter flat⸗ terte ein weißer Schleyer, dem Monarchen Ab⸗ ſchied gruͤßend, nach. Da zieht er hin murmelte der Eingekerkerte ſich auf den Stuhl zu ſetzen, von welchem er Den ver⸗ drängt, Dem er beſchieden, uud ſeine tolle Schaar mit ihm, an fremdem Heerde ſich nie⸗ derzulaſſen, den Eigenthuͤmer hinwegſtoßend in frecher Willkuͤhr der Gewalt, und das Brod zu verſchlingen, das er gebauet im Schweiße

ſeines Angeſichtes. Und wenn der Unterdruͤckte

das Haupt erhebt, oder die Fauſt in gerechter Noth⸗ wehr, ſo Sieh! wie er gebieteriſch die Hand ausſtreckt in die Ferne, wie ſtolz er auf die edle fuͤrſtliche Geſtalt blickt, die neben ihm rei⸗ tet, gebeugt durch Ungemach und ungewohnte Demuͤthigung Iſt es nicht, als ſage er Folge mir dort hinaus, weit uͤber die Huͤgel und Stroͤme; dort wird mein Schwert Deine Unterthanen freſſen und Glaubensbruͤder, und wenn es alles abgethan iſt, ſetze ich Dich ein in das verodete Land Deiner Väter, Dich, den Erſten unter meinen Knechten.