dern Zeit hätte Fürſt Jzaslaw unfehlbar, der
fruͤhern ſchnöden Abweiſung eingedenk, die Gunſt,
welche man ſo plotzlich ſeiner Fuͤrbitte zu ge⸗ waͤhren vorgab, mit Erſtaunen, ja mit gerech⸗ tem Mißmuth aufgenommen, doch fuͤhlte er ſich ſo begluͤckt durch die Begnadigung des Ver⸗ urtheilten, daß er fuͤr jetzt keiner andern Em⸗ pfindung Raum gab. Er ſah mit ſtiller Theil⸗ nahme dem jungen Leibeigenen nach, der eben ſo mit anſcheinender Gleichgiltigkeit ſich in das Gefaͤngniß abfuͤhren ließ, als er vor Au⸗ genblicken den Todesſpruch angehoͤrt und darauf das Wort des Lebens; dann, wie erwachend aus gaͤnzlicher Zerſtreuung, ſagte er zum Koͤ⸗ nig:— Sein Vater, gebietender Herr? Hat wohl der Knab' den Vater noch am Leben? Dann wuͤrde ich mich ſeiner Rettung doppelt freuen, denn unter vielerlei Schmerzen, kenn' ich auch den Schmerz uͤber den Verluſt eines Sohnes.— Der König erwiederte darauf nur mit einem leichten Neigen des Hauptes, und entließ die Fremden, ihnen den andern Morgen zur Weiterreiſe beſtimmend.
Der Fuͤrſt und der Abgeſandte ſchritten in Begleitung einiger Maͤnner von des Koͤnigs


