Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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te, dann erhob er ſich, beugte ſich noch zu dreien Malen mit dem Oberleibe, und uͤber⸗ reichte dem Konig ein purpurfarben Päcklein, gleich dem, in welchem jenes andere Schreiben eingehuͤllt geweſen, doch entkleidete er es nicht wie dort ſeines Umſchlages. Boleslaw em⸗ pfing aus ſeinen Haͤnden den kaiſerlichen Send⸗ brief und gab ihn dem Erzbiſchof, welcher, das Amt eines Kanzlers verwaltend, den Inhalt zwar nur halblaut, aber deutlich genug, vor⸗ las, daß der Botſchafter ſich durch das Gehor von der Treue des Vortrages uͤberzeugen konn⸗ te. Als das höchſt bildreiche, von ſtolzer Schmei⸗ chelei uͤberfließende Schreiben abgeleſen war, begruͤßte Boleslaw den Abgeſandten und ſprach: Wir erfreuen uns der Geſinnung unſers Bru⸗ ders, des oſtlaͤndiſchen Kaiſers, und er moͤge ſich verſichert halten, in uns, ſofern ſeinerſeit die That das Wort beſtätigt, einen gewärtigen Freund und bereitwilligen Diener zu finden. Euch aber insbeſondere danken wir fuͤr die uͤbernommene Muͤhwaltung und verſichern Euch unſerer koͤniglichen Huld. Noch eine Pflicht liegt uns ob,— fuhr er fort nach einer Pauſe, wel⸗ che durch die feierlichen Verneigungen des Leontios