Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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genuͤber jener uͤbermuͤthige Gebieter oft befan⸗ gen iſt, gleich als ſähe er in Olgierd etwas Anderes als den eignen Sklaven? Sieh, das iſt es, was mich verſtört aus dem Gleichmuth, der die Mitgenoſſen fuͤhllos macht fuͤr die Ver⸗ achtung der Freien, und die Peitſche der Voͤg⸗ te!—— Und waͤre es auch etwas Anderes um Dich— verſetzte die Mutter— warum ſollte es Dich betruͤben? Wie kann es Dich erniedrigen, daß Du meineſt, hoher zu ſtehen als Andere Deines Gleichen? Dieſes Gefuͤhl, das Jene vermiſſen, nimm es als ein freudig Vorzeichen beſſerer Zukunft.—— Verſteh ich Dich recht, Olga?— rief er laut auf— ſpricht die Ahnung wahr, die mir ſagt, ich ſey zu Beſſerem beſtimmt? O ſage ja! damit ich das Haupt aufrichten darf, und ſie ſollen ſe⸗ hen, daß der junge Baͤr es verſchmäht, langer nach des Fuͤhrers Pfeife zu tanzen.—— Du träͤumſt— ſagte drauf die Mutter gleichmü⸗ thig— nichts Anderes biſt Du, als des Herrn auf Zemboein leibeigener Knecht, und nicht auf die Gegenwart läßt ſich deuten, was vielleicht erſt die entfernte Zukunft bringen mag.—— Und warum bin ich ſein ſeibeigener Knecht?