Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Hinter dem Stuhl des Gebieters ſehen wir Marek, den alten Hausmeiſter freundliche Blicke auf den jungen Herrn des Hauſes werfen, und ihn bewundern in ſeiner kriegeriſchen Herrlich⸗ keit, auch wohl dem Alten heimlich zuͤrnen, daß er ſo rauh ſey gegen den edlen Sohn, den ſeine Wuͤrden und Kriegsthaten hoch geſtellt hatten im Reich, und wenn Frau Margarethens Blick dem ſeinigen begegnete, deutete er ihr durch ein Neigen des Hauptes und bedeutendes Lächeln den Antheil an, den der bejahrte, treue Diener an dem Gluͤcke nahm, das ihr der heu⸗ tige Tag gebracht. Indeß zeigte ſich mitunter der Ausdruck der Unzufriedenheit auf ſeinem Antlitz, wenn er gewahrte, wie läſſig Georg, ſein Enkel, heute des Dienſtes pflege. Als ſeyen ſeine Gedanken weit entfernt, ſtand der Jüng⸗ ling zerſtreut und der Beduͤrfniſſe der Gelade⸗ nen, auch wohl ihres Zurufes nicht achtend; und doch ſchien es wieder, als ſey ſein Geiſt feſtgebannt wie ſein Auge und ſein Ohr auf eine Stelle der Tafel, auf welche jenes unver⸗ ruͤckt gewendet war, und von welcher dieſes den leiſeſten Laut auffing. Dem jungen Ehepaar zunaͤchſt ſtand Olgierd; es war, als ob er des

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