Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Ihr denn, daß das, was dem Einen begegnete, auch dem Andern recht ſei? Dein Vater, der Tomek; ſprach Marek: war ein feiger Tropf und ſchlechter Dienſtmann; Du aber, huͤte Dich daß Du nicht etwas Schlimmeres ſeyſt.

Darauf entgegnete Olgierd mit abgewand⸗ tem Geſicht: So ich es Euch nicht recht mache, Herr Hausmeiſter, moͤget Ihr es dem alten Herrn ſagen, daß er den Schrein mir abnehme; dann wandte er ſich plotzlich, und ſchritt hinaus mit feſtem Gange, auch warf er unter der Thuͤr noch einen höhniſchen Blick auf Großvater und Enkel.

Iſt es nun nicht wahr;z rief der erzuͤrnte Alte: daß es immer ſchlimmer wird in der Welt? Wer hat jemals vor funfzig oder mehreren Jahren einen Leibeigenen ſich ſol⸗ ches erdreiſten ſehen? Und nun dieſer nichts⸗ nuͤtzige Burſch dazu, der ſo wenig taugt, als ſein Vater getaugt hat und die Mutter, von der man allerhand Dinge redet im Dorfe. Wie mag es nur kommen; fragte Georg; daß dem Buben, dem alles gram iſt in der Burg, der alte Herr zu Zemboein ſo gewogen iſt und er ihn vertritt vor jedermänniglich? Wie