tige die einzige Tochter. Da ſchloß ſich das verwaiſ⸗te Herz der Unglucklichen an das Kind, und alle Rechte meines Stammes, allen Glant meiner Herkunft gedachte ich berzutragen auf ſein theures Haupt.— Unmutterlich ſtießeßt Du die Herzen Deiner Erzeugten zuruͤck, nur mit Zittern ſchauten die Infantinnen auf Dich, und der koͤnigliche Sohn ſah immer die herrſch⸗ gierige Vormuͤnderin in Dir, immer die Mut⸗ ter. Da fuͤhrte das Geſchick die Todfeindinnen zuſammen, und der finſtere Geiſt der Rache und der Ehrſucht fügte die widerſtrebenden Haͤnde in einander, zu gemeinſamen verderblichem Trei⸗ ben. Und als die Tochter, auf welche ich die eitle Hoffnung gebaut, das drohende Unheil gewah⸗ rend verſchmaͤhte, was ich ihr bot, getaͤuſcht durch Deine Argliſt, zertrat ich das Gluck ihres Lebens, und ſie wandte ſich vom verſteinerten Mutterherzen zum Grabe. Du aber, die Gluͤck⸗ liche, Hochgeſtellte auf Erden, warfeſt den Brand der Zwietracht in Dein eigenes Haus, des Heriens eitle Geluͤſte zu bußen, fachteſt Du den Sturm an, vor dem die Krone wankte, auf der Scheitel Deines Sohnes; den heimlich lauernden Mord fuhrteſt Du in die Behauſung Deines Stammes, und weihteſt ihn durch ein
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