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Spaͤtwinters, an welchem die verwittwete Koͤ⸗ nigin von Polen das obere Schleſien durch⸗ reiſte; vom Morgen an ſtrömte ein eiſiger Regen, mit großen halbzerſchmolzenen Schnee⸗ flocken vermiſcht, vom grau umwoͤlkten Himmel herab, und durch das anhaltende Schlackenwetter waren die Wege grundlos geworden. Voͤllig durchnaͤßt und ſehr ermuͤdet langte man in dem sden Waldgebirge an, welches bei Schloß Fried⸗ land die Markgrafſchaft Maͤhren vom Fuͤrſten⸗ thum Teſchen ſcheidet. Die tief haͤngenden Aeſte der Kiefern hatten gegen die Haͤupter der darunter hinweg Eilenden ſchlagend ihre feuchte Laſt auf ſie herabgeſchuͤttelt, der aufſpritzende Koth hatte ſowohl die Roſſe als auch die Rei⸗ ter mit einer entſtellenden Rinde bedeckt, und niemand haͤtte wohl unter der Zahl dieſer wun⸗ derlich anzuſchauenden Fremden die Koͤnigin von Pohlen vermuthet⸗ die Wittwe des Mo⸗ narchen, welcher zu fruͤherer Zeit in dieſen Ge⸗ genden herrſchte.*) Das Dorf Friedland ſelbſt, aus wenigen aͤrmlichen Hutten beſtehend, bot kein Nachtlager an, welches fuͤr eine Dame wie Bona Sforza annehmbar geweſen waͤre,
*) Siehe den erſten Theil.


