— 49—
Willen die Tochter betteffend ziemlich unver⸗ holen erklaͤrt hatte, wohl nicht alle die Dank⸗ barkeit, die ſeine Sorgfalt verdiente, erwieſen, doch ſeine dringenden Vorſtellungen auf eine Weiſe erwiedert, welche auf den Entſchluß deu⸗ tete, ſich in die Abſichten des Gebieters zu fuͤgen. Was konnte nun wohl der Verordnung des Levn Odrowonz, was des Verlobten Gluͤck entgegen ſtehen? Erx irrte, in ſo erfreuliches Sinnen verſunken, in den Straßen der Haupt⸗ ſtadt umher: noch erſchallte aus allen Haͤu⸗ ſern die Freude des Tages; waͤhrend die ehren⸗ feſten Rathmaͤnner der Hauptſtadt mit ihren wohlgeſchmuͤckten Hausfrauen und ſittigen Soch⸗ tern, am wohlbeſetzten Liſche ſitzend, auf der neuen Koͤnigin Wohl tranken und nebenbei auch der Kroͤnung und der Maſeſtaͤthandlung*) er⸗ waͤhnten und der Huldigung des Herzogs von Preußen und der Herzoge von Pommern auf Lauenburg und Buͤtow, welche auf denſelben Tag anberaumt war, und ſie mit ſelbſtgefaͤlliger
*) Nach der Kroͤnung eines Koͤnigs oder einer Koͤnigin ward auf dem Marktplatz zu Krakow ein Thron aufgeſchlagen zum Empfang der Huldigung.
Hipp. Borat. 4r Theil. 4


