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Raſſeln der Wagen der neuen Koͤnigin Ankunft, und ſie eilten in den großen Verſammlungſaal, wo der Hof ihrer wartete. Die Zuſammen⸗ kunft beider Monarchinnen, welche ſich fruͤher nicht geſehen, als bei jenem füuͤrmiſchen Auf⸗ tritt zu Lobzow, trug das Gepraͤge ſteifer Feier⸗ lichkeit. Sief gehuͤllt in die entſtellende Tracht fuͤrſtlicher Wittwen der damaligen Zeit, von der ſich Bona von Mailand ſonſt gewoͤhnlich eine gefaͤlligere Abaͤnderung erlaubte, ging ſie mit gezaͤhlten Schritten bis in die Nitte des Gemachs der Schwiegertochter entgegen, die an der Hand ihres Gemahls eintrat in allem Schmuck ihres Ranges und ihrer Schoͤnheit. Mit einer von der Hofſitte vorgeſchriebenen ſchweigenden Verbeugung begleitete ſie die kur⸗ zen kalten Worte, in denen Siegmund der Zweite ſie als Tochter und Koͤnigin ſeiner Mutter vorſtellte, deren Erwiederung ſich un⸗ vernehmlich unter der Kinnbinde verlor, welche ihr Antlitz beinahe zur Haͤlfte verbarg. Nur funf Lehnſeſſel befanden ſich im Saale, auf drei derſelben nahmen die Koͤniginnen von Polen und Ungarn Platz, auf den beiden Andern Sieg⸗
mund Auguſt und der kleine Ungarn⸗Koͤnig,


