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König Siegmunds jetzt für rathſamer, ſich den Letztern zu naͤhern, nelchen die Sache ihres Glaubens es zur Pflicht machte, die Erhebung Barbarens auf den Thron und das wachſende Anſehn des Hauſes Radziwill zu beguͤnſtigen, welche uͤberdieß dem Geſchlecht der Jagiellv⸗ nen, dem die Verfolgung um Meinungen ſtets fremd geblieben war, anhingen, und durch ihr Uebergewicht zu Piotrkow und die Erſcheinung des königlichen Schwagers, Nikolaus Radziwill daſelbſt bedeutenden Einfluß auf die dort ge⸗ faßten Beſchluͤſſe gewinnen mußten. Vald ſah man den Vornehmſten der Akatholiken der Kro⸗ ne, Johannes Firley, ſo oft in den Gemaͤchern der Mailaͤnderin, als es fruͤher geſchehen war, und von Neuem ſchienen die Bande eines Ver⸗ haͤltniſſes geknuͤpft zu ſeyn, uͤber deſſen Gat⸗ tung man in fruͤheſten Zeiten manch zweideu⸗ tiges Urtheil gefaͤllt hatte; doch iſt zu glau⸗ ben, daß ein ſolches jetzt ſchwerlich mit Recht eine Annaͤherung treffen konnte, welche nicht eine laͤngſt erkaltete Zuneigung, welche vielmehr gegenſeitige Liſt und eines jeden Ei⸗ genſucht herbeigefuͤhrt hatten, bereit, beim er⸗ ſten Anlaſſe die nur verſchlungenen Haͤnde feind⸗


