Teil eines Werkes 
3. Band, Hippolyt Boratynski : 3. Theil (1826)
Entstehung
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tenem Unmuth ihr ausdrucksloſer Blick auf, wenn er auf die Tochter fiel, die ſtill verzagend dem nachſann, was die wenigen, zwiſchen dem Ver⸗ wandten und dem Gelilebten gewechſelten Worte ſie ahnen ließen; und auch die uͤbrigen Gegen⸗ waͤrtigen ſchienen ein jeder fuͤr ſich, ſich ernſten Betrachtungen dahin zu geben. So waltete der Geiſt des Truͤbſinns und der Bangigkeit an der Tafel des Koͤnigs von Polen, als erglaͤnz⸗ ten ſtatt ſeines Namenszuges am flammenden Portikus des Tempels die Worte: mene mene rekel, die einſt Belſzazer und ſeine Genoſſen er⸗ ſchreckten da erſchallte ploͤtzlich ein vielſtim⸗ miges Geſchrei und lautes Schwertgeklirr, dann einige Piſtolenſchuſſe aus der Tiefe der Gaͤrten. Erbleichend ſah Siegmund Auguſt auf; mit hef⸗ tiger Stimme rief er ſeiner Mutter zu: Was iſt das? Der Burgfrieden gebrochen; Waffen⸗ klang im Hauſe des Koͤnigs? Die Da⸗ men fuhren aufſchreiend von ihren Sitzen em⸗ por, ſich bereitend zu eiliger Flucht; die Maͤn⸗ ner ſtellten ſich ſchutzend um ſie und die Glie⸗ der des koͤniglichen Hauſes, da naͤherte ſich der Hofmarſchall, dem ein Diener wenige Worte zugeraunt hatte, und ſprach gleichmüthig: Es