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zuſammengehaltenes Purpurgewand ſiel bis auf die Knie herab, ein weites Unterkleid von wei⸗ ßer Farbe verhuͤllte zur Haͤlfte die mit zierli⸗ chen Sandalen bekleideten Fuͤße; das reiche Haar war theils in geflochtenen Zopfen um das Hinterhaupt gewunden, und theils fiel es in maleriſchen Locken auf die Schultern, um wel⸗ che eine leichte Tunika wallte. Ein von Dia⸗ manten ſtrahlendes Diadem woͤlbte ſich uͤber der von einer Halbmaske bedeckten Stirn, und die in vielen Verſchlingungen auf der Bruſt ruhen⸗ de Kette, das Erbſtuͤck der byzantiniſchen Kai⸗ ſertochter, ſchien die Wahl der Rolle zu recht⸗ fertigen, welche, dem Stolz der Mutter zu ſchmeicheln, die Koͤnigin Bona der Tochter, auf ihre Abkunft deutend, ertheilt hatte. Neben der Griechenjungfrau ſchritt ein edler Venetig⸗ ner im ſchwarzen Tabarrv und tief in die Au⸗ gen gedruͤcktem Federhut, und das unverlarvte Geſicht ließ den Außenſtehenden den gefeierten Koͤnig des Tages, den Koͤnig dieſes Reiches, Siegmund Auguſt erkennen. Viele Geſtalten, gehuͤllt in die Trachten der Vergangenheit und Gegenwart, der Ferne und Nachbarſchaft, der Einbildungkraft und der Laune, drängten ſich


