— 246—
ſchwerlich fehlen, daß ich Euch uͤber kurz oder lang daſelbſt begruͤße. Doch was iſt Eure Meinung, gelehrter Herr; was gedenket Ihr heut zu thun. Die einmal entſchlupfte Gele⸗ genheit kehrt ſelten wieder, und ihr kennet den Willen, dem wir beide gehorchen.—— Eine Pauſe des Schweigens folgte dieſen Worten⸗ dann fliſterte der Andere mit ungewiſſer Stim⸗ me und merklicher Bewegung: Draͤnge mich nicht ſo, eisgrauer Suͤnder! Es iſt nicht wahr⸗ ſcheinlich, daß keine Begleitung mit heruͤberkom⸗ me, und Du haſt mir nicht geſagt, ob der Herr des Hauſes mit dem bekannt iſt, was Du mir mitgetheilt. Der Augenblick giebt Rath; laß uns ihn erwarten.—— In vorigen Zeiten war es anders— unterbrach ihn der Groͤßere — da fuͤhrte der Wille den Augenblick herbei, ſtatt ſeiner zu harren; doch neue Zeiten, neue Sitten; nun ſind die alten voruͤber, und der damals ſich Meiſter nennen mochte, taugt nur zum Diener in dieſer uͤbervorſichtig und weiſe gewordenen Welt. Wo biſt du hin, du kraͤfti⸗ ge Vergangenheit, da noch jeder ſeiner Thaten Thaͤter war? Du biſt dahin, und mit ihr die Staͤrke und der Muth meiner Jugend.——


