Teil eines Werkes 
3. Band, Hippolyt Boratynski : 3. Theil (1826)
Entstehung
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ſeln zu ihrem Koͤnig und beßten Freunde zu ſpre⸗ chen. Ihr wollet den glucklichen Uebelthaͤter nicht anklagen, doch waͤre es beſſer ich erfuͤhre ſeine Schuld aus Eurem Munde, denn von An⸗ dern, welche ſie minder glimpflich beurtheilen. Ha, Euch zu Liebe wuͤrde ich ihm vieles verzei⸗ hen koͤnnen, nur nicht Untreue an Euch, denn hoͤher achte ich Euch als alle Frauen, die ich je gekannt, Eine ausgenommen, und dieß muͤßt Ihr mir verzeihen.— Achtet nicht auf die thoͤrich⸗ ten Grillen eines Maͤdchens— ſprach das Fraͤu⸗ lein in großer Verwirrung— Vergeſſet, mein Koͤnig, vergeſſet, was ich geſprochen, nie moͤge durch mich der Friede Eurer erhabenen Seele geſtoͤrt werden. Gehet hin, Euer Gluͤck zu be⸗ feſtigen und mit ihm das Gluͤck Eures Reiches, das Euch nicht erkannt, wie ich Euch kennez dann denket auch meiner, und die Gerechtigkeit des Himmels wird nicht geſtatten, daß hoher Edelmuth und ſtill beharrliche Treue zu Schan⸗ den werden.— Ihr wollet mir nicht vertrauen — ſagte der Koͤnig ſichtlich betroffen— wohl denn, ſo ſcheide ich von Euch, und bitte, Ihr moget uberzeugt ſeyn, daß Euch ein Freund