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einem Falle urtheilten Eure Majeſtaͤt vor Kur⸗ zem noch verſchieden; der andere hingegen iſt nicht geeignet, weder mich noch meine Tochter zu betruͤben, die genug geerbt hat von dem Stolze ihrer Ahnen, um den auftugeben, der weit unter ihr ſtehend durch die Geburt, nun auch ihre Achtung verſcherzt haben ſoll. Was aber Barbaren Radziwill anbetrifft, thut ſie wohl daran, ſich bei Zeiten vorzuſehen, im Fall das eintraͤfe, was Ihr, gnaͤdigſte Frau, ihr mit ſo vieler Beſtimmtheit weiſſaget, und wenn die vermeinte Unbeſtaͤndigkeit jenes jungen Mannes eine ſchlechte Gewaͤhr leiſtet fuͤr die kuͤnftige Treue, ſo verliert, meine ich, die Gemahlin des Allerdurchlauchtigſten Siegmund in dieſer Hin⸗ ſicht nur wenig oder nichts bei dem Tauſche.— Die Bitterkeit, mit welcher die Prinzeſſin die letzten Worte ſprach, und die Eile, mit der ſie ſich anſchickte, das Schloß zu verlaſſen, uͤber⸗ zeugten die Koͤnigin, der Frau Horonoſtay Brief⸗ lein ſey nicht ohne Wirkung geblieben. Laͤchelnd ſchaute ſie ihr nach durch das Fenſter und ſprach dann zu ſich ſelbſt: Lege nur einen dreifachen Panzer um das hochmuͤthige rachſuͤchtige Herz; die glühenden Dolchſpitzen unbefriedigter Ehr⸗


