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auf das ſtille, blaſſe Angeſicht, und druͤckte darauf ſchweigenb einen Kuß auf die mit Blut befleckte Stirn. Neben ihr aber kniete Hippo⸗ lyt, die Haͤnde des Lebloſen in den ſeinigen haltend. Das Geſicht verhuͤllend und die thraͤ⸗ nenden Angen, erhob ſich die Konigin langſam, da rief Boratynski jauchzend: Er lebt! O
Gott ſey Dank mein Stas iſt nicht todt!—
Bald beſtaͤtigte der wiederkehrende Odem die frohe Vermuthung. Halb weinend, halb froh⸗ lockend gebot die Herrin eine Bahre von ſchnell abgehauenen Aeſten zu verfertigen, und ſie ging aller Einwendungen der Hofmeiſterin ungeachtet neben derſelben, bis an das Thor der Haupt⸗ ſtadt, nach welcher man den jugendlichen Maͤr⸗ tyrer treuer Ergebenheit zuruͤckbrachte.— Viel ward den Tag durch uͤber das Ereigniß geſpro⸗ chen; des Ebelknaben heldenmuͤthige That war der Gegenſtand vieler aufrichtiger und mancher erzwungener Lobſpruͤche, ſeine wahrſcheinlich werdende Heilung erregte allgemeine Freude; nur Frau Horonoſtay die Schatzmeiſterin, ſprach am Abend in der Stille ihres Kloſets zu ſich ſelbſt: Allein im Walde mit dem jungen Men⸗ ſchen, den ſie ja auszeichnet vor Allen andern


