Thiere der kaͤltern Zone den Koͤnig der mitter⸗ naͤchtlichen Haine. Zitternd und wildſchnau⸗ bend hob ſich der Zelter der Koͤnigin in maͤch⸗ tigen Saͤtzen, dem Zuͤgel widerſtrebend, den die ende Reiterin krampfhaft ſtaͤrker anzog; wie riſſen durch die Macht des Sturmwindes, bo⸗ ſich die duͤrren Gebuͤſche am Wege ſplit⸗ ternd auseinander, und gerade auf Barbaren uͤrzte in wuͤthendem Rennen der ungeheuere Sproͤßling der Urwelt. Wie in blutigen Flam⸗ men, glaͤnzten die großen Augen des Thieres, der Zorn ſtraͤubte die Maͤhnen und das Ruͤcken⸗ haar empor; der gewaltige Kopf war auf die eherne Bruſt geſtemmt und die klafterweit ent⸗ fernten Hoͤrner waren gegen die Fuͤrſtin gerich⸗ tet, die, beinahe beſinnunglos, ſtatt auf ihre ſchleunige Flucht zu denken, ſich noch bemuͤhte dem rettenden Inſtinkt ihres Pferdes zu wider⸗ ſtehen: waͤhrend Hippolyt die Zuͤgel deſſelben zu faſſen ſuchte, um ihn mit ſich fortzureißen, ſetzte Stanislaw ſeinem kleinen Littauer die Spornen in die Seite und warf ſich dem wilden Auerſtier entgegen. Die dem Waldbewohner verhaßte rothe Farbe ſeines Mantels lenkte den Zorn des Thieres von der Koͤnigin ab auf ihn, Hipp. Borat. 3r Lheil. 4
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