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Eines Abends, es war gegen den Anfang des Hornungmondes, erſchien unſer Freund ſpaͤter als gewoͤhnlich in den Gemaͤchern der Koͤnigin Mutter im Gefolge des Großfeldherrn, mit dem er den heitern Wintertag auf der Jagd am andern ufer der Weichſel zugebracht hatte. Die Ankommenden nahmen eine ungewoͤhnliche Stille in den Vorzimmern wahr, welche nur durch den leiſen Klang einer Laute unterbrochen ward, die begleitet vom Geſang einer weiblichen Stimme aus dem Verſammlungſaal heruber⸗ toͤnte. Auf des Grafen zu Tarnow Frage, wel⸗ che Art der Vergnuͤgungen die Koͤnigin heute dem Hofe bereitet? erwiderte der Hausmeiſter derſelben mit tiefer Verbeugung und gedaͤmpfter Stimme; es ſeyen die Tonkuͤnſtler Ihrer Ma⸗ jeſtaͤt gegenwaͤrtig und haben ſchon ſeit einigen Stunden die Anweſenden mit allerlei ſchoͤnen und neuen Muſikſtuͤcken beluſtigt; eben jetzt erſt aber habe die Allerdurchlauchtigſte eine der Fraͤu⸗ lein, die ſich bei ihr befaͤnden, aufgefordert, ein vaterlaͤndiſch Liedlein zu ſingen, um ſo den Gaͤſten eine anmuthige Abwechſelung und den Auslaͤndiſchen zugleich den Beweis zu ge⸗ waͤhren, daß auch im Polenland die edle Ton⸗


