Teil eines Werkes 
2. Band, Hippolyt Boratynski : 2. Theil (1825)
Entstehung
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ner Weisheit vertrauen, denn nicht fremd iſt ihm der Baum der Erkenntniß geblieben; nahe, ſehr nahe, und in verfuͤhreriſchem Gewand iſt die Verſuchung zu ihm getreten, den hoͤchſten Preis ihm bietend, nach dem ein Sterblicher zu ſtreben vermag,*) der— doch genug— er

hat uͤberwunden, und nur der ſelbſt verſucht

ward, mag Andere bewahren. Auch des An⸗ dreas Zebrzydowski weltklug milde Geſinnung ſey Dir eine Quelle, in der Du ſchoͤpfen kannſt ohne Mißtrauen, doch vor allem folge der Stimme des Herzens. Und ſo halt aus, Hippolyt Boratynski, und verſtopfe Dein Ohr vor der Stimme der Gegner und Freunde. Nicht in der Behauſung der Prinzeſſin von Matowien, nicht aus dem parteiiſchen Munde des ehrenwerthen Johannes Lacki, unſers Ohms, wirſt Du die Stimme der Wahrheit vernehmen.

*) Die Geſchichte jener Zeiten verſichert das Daſeyn elner nicht unbedeutenden Partei, welche nach Siegmund des Erſten Tode und Siegmund Au⸗ guſts beabſichtigten Entſetzung, die Krone dem Johannes von Tarnow antragen wollte; eine

Verſuchung, die der Feldherr wohl nicht ohne Kampf überwand, und der eifrigſte Vertheidiger

des Königs ward, deß Nachfolger zu werden bei

ihm ſtand.—