Tochter entſchieden, da ſie an dem Fraͤulein längſt ein ſtilles, doch feſtes Widerſtreben gegen ihre Abſichten bemerkt hatte, und billig Beden⸗ ken getragen haben wuͤrde, ſie aus dem Bereich des muͤtterlichen Einſtuſſes zu entlaſſen. Es war ja nun alles der Erfuͤllung nahe; der be⸗ vorſtehende Reichetag ſollte die Littauerin von dem Platz verdraͤngen, welcher nach Annens Meinung allein ihrer Lochter gebuͤhrte, und das ſireng erzogene ſittige Maͤdchen nuͤrde ſch, glaubte ſie, durch den Drang der umſtaͤnde eingeſchuͤchtert und durch der Mutter Gebot, und beſtochen durch die glaͤnzendße Ausſicht in die Zukunft, dem Unvermeiblichen fuͤgen. ue⸗ berdem hatte die Koͤnigin Bona in mehrern Zu⸗ ſammenkuͤnften, welche der erſten gefolgt waren, der Frau von Podolien ſtets die dringende Mahnung wiederholt, die ſie ihr fruher durch den Großmarſchall zukommen laſſen, die Mahn⸗ ung, ſo lange es Noth thue, das Haus Bo⸗ ratynski zu ſchonen, deſſen Haupt nun wohl bald allen den Einfluß gewinnen wuͤrde, den das Amt eines Marſchall des Reichstages in ſo verwickelten Umſtaͤnden gewaͤhren moͤge.— Laſ⸗ ſet jenen Petrus noch eine Weile wahnen—
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