Teil eines Werkes 
2. Band, Hippolyt Boratynski : 2. Theil (1825)
Entstehung
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nennen, da fuhr die Alte mit geſchwinder Rede fort. Ach Ihr ſeyd wohl der, den mir die onaͤdige Frau Staroſtin Falezeska zu ſenden ver⸗ heißen im Auftrage von—— Nun verziehet nur ein wenig, ſogleich thu' ich auf.— Es war erſprießlich fuͤr den dienſtloſen Schreiber, daß man ihn fuͤr den Boten einer Dame hielt, die in großem Anſehen bei der Koͤnigin Mutter war, denn unmittelbar oͤffnete ſich die Thuͤre, und er ſtand vor der abenteuerlichen Alten, auf deren duͤrren Schultern das naͤmliche Haupt ruhete, das ſich am Morgen dieſes Tages an der Schloßtreppe zwiſchen die Verlobten gedraͤngt hatte. Ei, Ihr ſeyd es alſo trauter Vetter und verehrlicher Herr Kanzleibote?— begruͤßte ſie den Eintretenden, habt Ihr Euch auch ein⸗ mal in Eurem Wohlleben Eurer duͤrftigen Muh⸗ me erinnert, oder kann ich Euch in etwas be⸗ huͤlflich ſeyn, oder kommt Ihr wohl gar im Auftrag Eures gnaͤdigſten Herrn? Ja, ja, auch große reiche Leute brauchen oftmals der Niedern und Armen— nun— nun— ich diene gern— ſo mancher, von dem man es nicht meint, fragt wohl nach der armen urſula am Leichen⸗ acker der Juden.— Mit den Aufträgen iſt es 15*