— 197— ſtimmt Euch ihm, und Euer Herz willigt ein?—
Es iſt, wie Ihr ſagt— flͤſterte Helena et
röthend und mit geſenktem Blick— und vor ſechs Monden ward ich ihm verlobt am Ster⸗ bebette des Wojewoden.— O Fraͤulein— rief Barbara in ungewoͤhnlicher Benegung— ein guter Geiſt hat Euch geleitet, daß Ihr Euch mir eroͤffnet.— Faſſet Muth, denn ich meine es gut mit Euch.— Ich will von nun an ſeyn, wozu mich der Koͤnig ſcherzend ernannt, Eure zweite Mutter— und er und ich werden Euer Schickſal im Herzen tragen, wie das Wohl ei⸗ ner werthen Blutsfreundin.— Es iſt ein edles Geſchlecht, das Geſchlecht der Boratynski und Euer Eintritt in daſſelbe wird es gleichſtellen dem Erſten im Reich,— doch wir werden un⸗ terbrochen, mein Fraͤulein, bewahret fein meine Worte in Eurem Herzen.——
Es war Barbara's Bruder, welcher ein⸗ trat, Nieolaus Radziwill, der Truchſeß des Großfuͤrſtenthums. Mit eiligen Schritten naͤ⸗ herte er ſich der Schweſter, warf im Vorbei⸗ gehen einen mißfaͤlligen Blick auf Helena Odro⸗ wonz und begann nach einer tiefen Verneigung im Tone der Ceremonie: Der Konig laͤßt ſich
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