„Hier laßt mich,“ fuhr Herrr Lacki fort: „einen Zeitraum von ſiebzehn Jahren mit Still⸗ ſchweigen uͤbergehen, erlauchter Herr von Krakvw. Was ließe ſich auch ſagen von Tagen und Naͤch⸗ ten in ſteter Dunkelheit des Kerkers verlebt, waͤh⸗ rend welcher nichts wechſelte, als die Furcht und die Hoffnung; bis endlich beide erſtarben, und dumpfe Fuͤhlloſigkeit ſich mit bleiernem Gewicht niederſenkte auf das gebeugte Gemuͤth.“
„„Die Schlacht bei Drßa war geſchlagen; dreißigtauſend Polen hatten achtzigtauſend Mos⸗ kowiter uͤberwunden, und die Halbſchied derſel⸗ ben hinweggefuͤhrt in die Gefangenſchaft. Doch, Ihr kennet dieſe Schlacht beſſer, als ich.— Kai⸗ ſer Maximilian hatte der Hoffnung entſaget, den heldenmuͤthigen Koͤnig zu verderben; er zog zum zweitenmale die Hand zuruͤck, welche dem Mos⸗ kowiter die Koͤnigskrone geboten, und verband ſich gleich nachher, in der Zuſammenkunft zu Wien, durch eine Doppelheirath mit dem Jagiel⸗ loniſchen Stamme). Albert von Brandenburg,
NSeiner Enkelin Marie von ECaſtitten mit Ludwig, ge⸗ kröntem König in Böhmen, dem Sohne Wladislav Jagiello, Königs von ungarn und Böhmen, und ſeines Enkels Ferdinand, nachherigen römiſchen Kaiſers, mit Annen, der Schweſter Ludwigs.


