ten Malen an das Fenſter mit ungeduld, und ſchauete hinaus. Jedesmal wenn er zuruͤckkam auf ſeinen Platz, ſchien er unzufriedner, und ſprach heimlich und kopfſchuͤttelnd mit den Rich⸗ tern, welche ihm zunaͤchſt ſaßen. Endlich ſand er nochmals auf und legte den Kopf aus dem Fenſter. Da ſagte ihm eine Stimme von unten herauf einige Worte. Er aber rief etwas hinab, welches ich nicht verſtand.
Da verſtummte das Knarren des Eiſenwerks; und vieles Hin⸗ und Wiedergehen ließ ſich hoͤren auf dem Hofe. Nicht lange darauf rothete der Wiederſchein einer Flamme die Decke des Ge⸗ machs, und ein dicker, ſtinkender Rauch ſtieg draußen auf, drang herein, durch alle Fugen ſeine wallenden Schatten werfend auf die gegen⸗ uͤberſtehende Wand. Unten aber toͤnte ein leiſes Murmeln wie das eines Gebetes; unterbrochen durch eine fragende Stimme nach gleichen Zwiſchen⸗ raͤumen, und dann wieder durch einen Laut des Schmerzes. Da neigte ich mein Haupt und weinte bitterlich. Nach einer Weile aber kam ein Diener des Gerichts, und redete heimlich zu dem Kanzler, der unmuthig auf und ab ging im Saal, von Zeit zu Zeit hinabſchauend in


