Littauen und ruſſicher Koͤnig; nicht ſeiner Nilde mogen wir vertrauen, doch ſeinem Eigen⸗ nutz. Gedenket, daß Ihr ſtehet unter dem Schutz Maximilians des Kaiſers, von dem er erwartet was ſein Wuͤnſchen iſt am Tag und ſein Traum in der Nacht.— Wollet Euch alſo ermuthigen, Fuͤrſt Glinski, damit Ihr nicht glei⸗ chet dem Waſil Jwanowiez;, von welchem Ihr ſelbſt geſagt, daß er trotzig ſey im Gluͤck, und im ungemach verzagt.“—„Du ſprichſt wohl, mein theurer Jvhannes!“ rief Herr Richgel, und ein Strahl von Heiterkeit flog uͤber ſein bleiches Angeſicht:„Wie ſo wahr iſt es doch, daß die Seele, die ungetruͤbt iſt vom Hauch des Ver⸗ brechens, das Leben und ſeine wechſelnden Be⸗ gebenheiten anders zuruͤckſrahlt, als ein Ge⸗ muͤth“— leiſer ſetzte er hiniu;„wie das mei⸗ ne?— Nein! ich mag ihm nicht gleichen, die⸗ ſem Waſil; es geziemt dem Glinski groͤßer zu ſein im Kerker, und freier, als jener gekroͤnte Knecht auf dem Thron.— Und ſoll ich, der ich unheil habe geſaͤet, daſtehn wie ein weinender Schulknabe, und mich wundern, daß das Un⸗ heil aufgegangen? Was Ihr geſagt von dem oͤſter⸗ reichiſchen Maximilian, iſt nicht ohne Grund,
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