Teil eines Werkes 
2. Band, Hippolyt Boratynski : 2. Theil (1825)
Entstehung
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tete dem Herrn Michael, der durchlauchtigße Herr erwarte ihn im großen Saale. Wir ſtiegen alſo hinab, nicht ohne unruh im Geiſt. Da fanden wir den Car umgeben von vielen moskowitiſchen Herrn, ſeitwaͤrts aber ſtand der von Schleinitz in ſeiner Verkleidung, gefeſſelt an Haͤnden und Fuͤ⸗ ßen, neben ihm Haſſan der Luͤrk, jedoch frei und ungebunden, und höhniſche Blicke werfend auf uns: Etwas weiter zuruͤck ſahen wir Herrn Wa⸗ ſil Glinski, welcher oft die Farbe wechſelte und angſtvoll um ſich ſchaute. Da wußten wir, es ſey alles verloren, und mit Centnerlaſt fiel mir Frau Anaſtaſtens Wort auf die Seele. Drauf ſprach Jakob Zacharyn, der Kanzler, zu Herrn Mi⸗ chael, welcher ſchweigend da ſtand, mit ungebeug⸗ tem Nacken, ihm ein Pergament vorhaltend: Auf Befehl Seiner Hoheit ſoll ich Euch befra⸗ gen, Hert Fuͤrſt Glinski, ob dieſer verkappte Bote der Eure iſt, und dies Schreiben an Euch? Und mit langſamen nachdruͤcklichem Tone, las er ihm den Brief; der war aber von Siegmund dem Erſten, und lautete des Inhalts: daß Herr Sieg⸗ mund aus angeſtammter königlicher Milde nicht ungeneigt ſey, die reuvollen und demuͤthigen Bit⸗ ten des Michgel Lwowicz Kniazen Glinskt, vor⸗